Der Erlkönig – Goethe

p1020971Dank meiner Mutter, habe ich immer schon Goethe geliebt. Der Erlkönig ist bis heute noch einer meiner Lieblings Gedichte.

Thanks to my mother I’ve always loved Goethe. The Erlkönig is still a favorite of mine.

As a quick Cliffnotes in English for my non-German speaking friends, the Erlkönig would be akin to the Sídhe, or the Fae and fond of stealing children whom they found attractive. In this story, father and son are riding home and the son is telling the father that the Erlkönig is following him and trying to take him away. The father shushes the child and tells him he is imagining the mist and the surrounding landscape to be more than they are. The creature tries to tempt the unwilling child but to no avail.  The Erlkönig following the pair is determined to take the child by any means and the child finally tells his father that it has come to harm. The father worried rushes the horse on with the moaning child in his arms but arrives too late.

A good English adaptation can be read here : http://en.wikipedia.org/wiki/Der_Erlkönig

Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

“Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.”

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind.

“Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.”

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

“Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.”
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!

Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

Johann Wolfgang von Goethe ( 1749-1832)

2 responses to “Der Erlkönig – Goethe

  1. Den Erlkönig mag ich auch so gerne! Und auf Friedhöfen gehe ich auch gerne spazieren, aber schade, daß die amerikansichen Friedhöfe oft so einfallslos und traurig sind.

    Kennst Du Lutz Görner? Er hat viele Gedichte für Kinder vorgelesen und vorgetragen, auch den Erlkönig. Ich habe ihn ein paarmal “live” erlebt. Seinen Zauberlehrling werde ich nie vergessen!! Es gibt viele CDs von ihm.

  2. Love the illustration of the bridge to go with the eerie poem. How seasonal, especially when I think of the mists of Southern France, enveloping everything, changing it into mystery and demon forms.

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